Kategorie: Below

Das Dorf

Das Dorf Below tritt erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1296 ins Licht der uns überlieferten Geschichte. Wahrscheinlich ist es aber schon etwa ein halbes Jahrhundert früher (ca. 1249) besiedelt worden von hierher geführten landlosen Bauern.

Der Ortsname ist eng verbunden mit den damaligen Gründern des Dorfes, der Familie de Belowe, die in der näheren Umgebung mehrere Dörfer anlegen ließ und unserem Dorf ihren Namen gab. Namentlich erwähnt sind die Brüder Ywan I. und Nikolaus II. de Belowe. Enge Verwandtschaft dieses Namens besteht zu dem Ort Bälau in der Nähe von Mölln, der ebenfalls durch Vorfahren der von Belows besiedelt wurde.

Heute noch gut erkennbar, wurde das Dorf als Angerdorf angelegt. Die Kirche mit dem alten Friedhof liegt auf dem etwas erhöhten Teil, ehemals umgeben von zwei Teichen, von denen heute noch einer existiert. Ringförmig lagen 15 Hufen, die durch Häuslereien und Büdnereien ergänzt wurden.

Seit 1951 ist Below Teil der Gemeinde Techentin, die heute auch die Ortsteile Zidderich, Augzin,  Mühlenhof, Langenhagen und Hof Hagen umfasst.

Die Kirche

Unser Verein widmet sich auch der Erhaltung unserer Dorfkirche. Sie wurde erstmals in einer Urkunde vom 8. April des Jahres 1299 erwähnt, in der die Gründer des Dorfes, die Brüder de Belowe, ihr Patronatsrecht an das Kloster Sonnenkamp (heute Neukloster) übertrugen. Die Belower Kirche blieb in der Verwaltung dieses Nonnenklosters bis zum Jahr 1455, als die beiden Herzöge Heinrich der Ältere und Heinrich der Jüngere Below zurück erwarben.

Der Baukörper der Kirche ist als einschiffiger Bau ausgeführt, der Chor bildet mit dem Kirchenschiff eine Einheit. Der Grundriss ist seitdem wahrscheinlich unverändert geblieben. Die Außenwände sind aus in der Umgebung gewonnenen Feldsteinen errichtet, teilweise auch mit Ziegeln im Klosterformat. Breite Strebepfeiler an den beiden Ostecken des Chores stützen das Gebäude, in denen Nischen für Heiligenfiguren eingelassen sind.

Der von der Kirche getrennte Turm ist wohl im 17. oder 18. Jahrhundert entstanden. In seiner Spitze hingen einst drei Glocken, zwei davon sind noch heute vorhanden. Die ältere und kleinere noch vorhandene Glocke wurde im Jahre 1496 von einem unbekannten Meister gegossen; die andere Glocke kam im Jahre 1556 dazu (Meister: Hans Timmermann). Die dritte Glocke war aufgrund von Schäden bereits 1846 umgegossen worden und musste 1917 für Rüstungszecke abgegeben werden.

Von besonderer Bedeutung sind die an den Innenwänden des Kirchenschiffes sichtbaren Wandmalereien aus dem 14. bzw. 15 Jahrhundert. Dargestellt sind umgeben von gotischen Ranken Begebenheiten aus dem Leben Jesu. Die Malereien wurden nach der Reformation übertüncht und erst im Jahr 1890 freigelegt.

Die Orgel aus dem Jahre 1890 wurde von Orgelbaumeister Schwarz aus Rostock gebaut. Sie verfügt über vier Register mit einem Manual sowie Pedal.

Wir möchten dieses Schmuckstück in unserer Dorfmitte gerne erhalten und unterstützen die Kirchengemeinde Techentin bei den in der nächsten Zeit notwendig werdenden Sanierungsmaßnahmen. Im Vordergrund stehen dabei die statischen Probleme des Kirchturms und die Erhaltung des Geläutes. Spenden für den Erhalt der Kirche sind herzlich willkommen. Bitte wenden Sie sich an uns, eine Spendenbescheinigung kann erteilt werden.

Fotos

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Belower Häuser

Immer wieder gern zeigt Frank Niehoff seine schöne Sammlung alter Fotos von Belower Häusern.
Wenn Ihr Foto auch hier veröffentlicht werden soll, geben Sie uns bitte Ihre kurze schriftliche Zustimmung, gerne auch per E-Mail.

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